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Die Bahn darf Hambrücken nicht verschandeln

Die Deutsche Bahn hat beim Regierungspräsidium die Unterlagen für die Genehmigung einer neuen Güterverkehrstrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe eingereicht.

Im Bereich von Hambrücken soll die Trasse künftig neben den Schnellbahngleisen verlaufen. In einer früheren Planungsvariante waren die neuen Gleise in einem Trog westlich der Schnellbahn vorgesehen. Mit einer solchen Lösung und geeigneten Lärmschutzmaßnahmen hätte man sich noch arrangieren können. Für die nun eingereichte Planung gilt das jedoch keinesfalls.

Nach den aktuellen Plänen sollen die Gleise auf der ortsnahen Seite verlaufen und nicht mehr tiefergelegt werden. Stattdessen soll in Richtung des Sportgeländes des Fußballvereins eine Rampe aufgeschüttet werden, damit die neue Strecke die bestehende Brücke der L556 überqueren kann. Anschließend führt die Trasse weiter in Richtung der A5 und entlang der Autobahn nach Karlsruhe.

Dieser Streckenverlauf und das geplante Brückenbauwerk würden das Ortsbild von Hambrücken erheblich beeinträchtigen. Zudem wäre der Lärm der Tag und Nacht verkehrenden Güterzüge deutlich weiter im Ort wahrnehmbar. Auch die Vereinsgelände des Fußball- und Schützenvereins würden durch die Brückenbauwerke erheblich eingeengt und als Veranstaltungsorte an Attraktivität verlieren.

Es ist kaum nachvollziehbar, wie eine derartige Planung entstehen konnte. Offenbar möchte die Deutsche Bahn vermeiden, einen vergleichsweise kleinen Randbereich des Naturschutzgebiets „Saalbachwiesen“ für das Projekt in Anspruch zu nehmen. Überspitzt formuliert entsteht dadurch der Eindruck, dass der Schutz weniger Quadratmeter Natur höher bewertet wird als die Lebensqualität der Menschen in Hambrücken.

Diese Planung darf nicht umgesetzt werden. Stattdessen muss eine Lösung gefunden werden, die sowohl den Anforderungen des Schienenverkehrs als auch den berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowie dem Ortsbild von Hambrücken gerecht wird.

Persönliche Stellungnahme unseres 2. Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Hambrücken, Manfred Köhler

Veröffentlicht am 27.06.2026

Warum dieser Hass?

Warum gibt es bei uns diesen Hass auf Ausländer, speziell auf Flüchtlinge?

Bei einem Pegida-Ossi kann man diesen Hass noch halbwegs nachvollziehen. Zumal wenn dieser im Leben nichts auf die Reihe gekriegt hat und vom Sozialstaat lebt. Er ist sich sicher, dass er einen Anspruch auf Sozialhilfe hat, schließlich ist er ja Deutscher. Und mit einem dahergelaufenen Flüchtling will er nicht teilen müssen. Schon vor 200 Jahren hat Friedrich Schiller festgestellt: „Gegen Dummheit kämpft man vergebens an“.

Schwer zu verstehen ist es, wenn der Hass aus der bürgerlichen Mitte unserer Gesellschaft kommt, denn die war bislang liberal und christlich geprägt.

Wenn die Bundeskanzlerin ihr hohes Ansehen eingebüßt hat, weil sie vor vier Jahren bei einer sich abzeichnenden humanitären Katastrophe so gehandelt hat, wie sie als Pfarrerstochter handeln musste, ist das bedenklich. Offensichtlich werden wir zu einem Volk von Egoisten, das sich mit dem christlichen Gebot der Nächstenliebe schwer tut. Dabei ist das Gebot des Teilens der einzig sinnvolle Ansatz, die Welt besser und gerechter zu machen.

Eigentlich müsste uns allen bewusst sein, dass ein Großteil unseres Wohlstands auf der Ausbeutung des armen Teils der Weltbevölkerung beruht und es so wie derzeit nicht weiter gehen kann.

Ein uraltes gesellschaftliches Phänomen muss hier noch erwähnt werden: Wir brauchen offensichtlich Feindbilder. Auf nationaler Ebene waren es jahrhundertelang die Franzosen, die als Erzfeind herhalten mussten. Auf der zwischenmenschlichen Ebene ist es der Arbeitskollege, der zu schwach ist, um sich zu wehren und deshalb immer der Sündenbock ist, wenn etwas schief läuft.

Die Flüchtlinge sind ideale Feindbilder, denn sie sind Fremde und können sich nicht wehren. Für alle, die unbedingt ein Feindbild brauchen: Es gibt eine Gruppe von Flüchtlingen, die allesamt kriminell sind und unseren Staat um Riesensummen betrügen, unsere Steuerflüchtlinge.

Veröffentlicht am 14.07.2019

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